Februar 2015. Die IS-Terrormiliz köpft 21 christliche Arbeiter in Libyen. Die Geschichte wiederholt sich. Erst vier Jahre ist es her. Genau vier Jahre. Februar 2011. Ausländische Arbeiter werden vom libyschen Mob als Gaddafi-Kollaborateure gejagt und gelyncht. Hunderttausende fliehen. Die Zollstationen der Nachbarländer werden zu behelfsmässigen Unterkünften. Wie hier in in Salloum, Ägypten.

Salloum_Zollstation2In Salloum gibt es einen kleinen Hafen, einen Markt, eine Poststation, eine Apotheke und einen grossen Soldatenfriedhof, der an die Schlacht der britischen Krone gegen die deutsch-italienischen Truppen im zweiten Weltkrieg erinnert. Das imposante Kreuz ist von weit her sichtbar. Es hat das Meer im Rücken und die libysche Wüste im Blick.

Salloum_FriedhofWie damals 2011, ist auch jetzt wieder viel los in Salloum. Wer kann, verlässt das Land.

Salloum_Ausreise1Das Chaos hat seit dem Aufstand gegen die Gaddafi-Tyrannei nie aufgehört. Heute gehört die öffentliche Plattform auch in Libyen dem IS und seinen mediengerecht inszenierten Grausamkeiten. Abseits der Kameras wächst eine verlorene Generation heran. Aus den Augen, aus dem Sinn. Irgendwann werden aber auch die Kids von heute erwachsen sein. Und dann?

Salloum_Kinder

Written by Fred