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Auf Einladung der Kulturabteilung der Stadt Dohuk im kurdischen Nordirak reist die Volksbühne Basel in der Osterwoche mit der Produktion «Selam Habibi» für fünf Gastspiele und eine Reihe Workshops in den Nordirak.

Neben Vorstellungen in der Stadt Dohuk sind auch Auftritte in Flüchtlingslagern der Umgebung sowie Publikumsgespräche, Diskussionsrunden und Treffen mit Kulturschaffenden unterschiedlichster Disziplinen vorgesehen. Dazu stehen gemeinsame Workshops der Volksbühne-Schauspielerinnen und Schauspieler mit Studierenden der örtlichen Kunstakademie sowie mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Stadt Dohuk und in Flüchtlingslagern auf dem Programm.

Für die Vorstellungen im Irak wurde «Selam Habibi» dem lokalen Kontext angepasst. So ist das Stück – es wird in Deutsch und Kurmanci-Kurdisch gespielt – gegenüber den Vorstellungen in Europa weniger textabhängig und bei Kostümen und Gestik wurden die unterschiedlichen kulturellen Gegebenheiten und Sensibilitäten berücksichtigt.

Das Ensemble der Volksbühne Basel besteht aus 17 Darstellerinnen und Darstellern aus verschiedenen Kulturkreisen und mit unterschiedlichen Theatererfahrungen: Dabei sind 7 professionelle Schauspielerinnen und Schauspieler, 3 Musikerinnen, 6 jugendliche sowie eine ältere Laiendarstellerin. «Selam Habibi» erzählt – frei nach William Shakespeare – «die ganz vorzügliche und höchst beklagenswerte Geschichte von Romeo und Julia» in der heutigen Realität kultureller Vielfalt und ihren Möglichkeiten aber auch Tücken im alltäglichen Zusammenleben. Themen, die im Nordirak, wo Kurden, Yeziden, Aramäer, Assyrer, Turkmenen, Araber und Syrer, Einheimische und hunderttausende Flüchtlinge auf kleinem Raum zusammenleben, noch aktueller und brisanter sind als hier.

Meine Rolle bei dem Projekt? Ich unterstütze die Theaterleitung bei der Vorbereitung im Hintergrund, hauptsächlich bei interkulturellen Themen sowie bei der Risikobeurteilung und in Sicherheitsfragen.

Die Volksbühne Basel baut mit ihrer Produktion und den Begegnungen in Dohuk eine eigentliche Kulturbrücke. Die Reise in der Osterwoche ist dabei erst ein Anfang.

Website Volksbühne Basel

Written by Fred