Wer die Corona-Prüfung bestanden hat

Der Bühnenautor und Schriftsteller Guy Krneta hat gesammelt und aufgelistet, wer in der Schweiz gemäss der in den Medien veröffentlichten Meinung in der Corona-Krise versagt hat.

Diese Negativliste wird der Realität und insbesondere all denen nicht gerecht, welche die harte Prüfung der Corona-Krise bravourös gemeistert haben. Dies ist meine Entgegnung:

WER ALLES BESTANDEN HAT

Die Kehrichtmänner haben bestanden.
Das Spitalpersonal hat bestanden.
Die Soldaten im Spital auch.
Das Wasserwerk und die Stromversorgung haben bestanden.
Die Schulen haben bestanden.
Vor allem die Lehrpersonen und ihre Klassen.
Die Bauern und Bäcker haben bestanden.
Aber nicht die Grossverteiler und Onlinehändler.
Die Alten haben bestanden.
Viele Pflegeheime aber nicht.
Ein paar Medien haben bestanden.
Die sozialen Medien gehören nicht dazu.
Einzelne Politikerinnen und Politiker haben bestanden.
Es gibt Arbeitgeber, die bestanden haben.
Meine Familie hat bestanden.
Meine Freundschaften haben bestanden.
Nicht ganz alle, aber fast.
Meine Nachbarn haben bestanden.
Meine Katze hat bestanden.
Mein altes Velo hat bestanden.
Die Meisten haben bestanden.
Bestanden haben ausserdem alle, die nicht auf andere zeigten,
weil sie verstanden haben, dass Überforderung keine Schande ist.
Dass in der Krise die Überforderung
der einzige gemeinsame Zustand ist,
der uns alle verbindet.
Und trennt.

Ein Winzling zwingt mich ins Homeoffice

Keine beruflichen Reisen, abgesagte Projekte, keine persönlichen Begegnungen mehr. Das Coronavirus zwingt mich ins virtuelle Homeoffice. Immerhin, ich bin gesund und habe einen Garten, der die ausserordentliche Situation gut erträglich macht. Und ja: ich habe neue freie Termine. Kontaktieren Sie mich ungeniert.

Wie nach Hause kommen

Ich bin im schönen Bosnien. Bosnien-Herzegowina. Endlich wieder einmal. Neben meinem offiziellen Reiseprogramm reichte es auch für den einen oder anderen freundschaftlichen Besuch. Bei den ehemaligen Kolleginnen und Kollegen an der Schweizer Botschaft zum Beispiel. Die einheimischen KollegInnen sind fast alle noch da. Das spricht für die Botschaft als Arbeitgeberin. Fast zwanzig Jahre sind es her, seit wir gegen Ende des Krieges zusammen humanitäre Hilfe leisteten und beim beginnenden Wiederaufbau des Landes mithalfen.

Auf dem Spaziergang durch das Zentrum von Sarajevo komme ich an der Nationalgalerie vorbei, die damals, Ende der Neunziger Jahre, unmittelbar nach Kriegsende, eines der süssesten pièces de résistance unserer Arbeit war.

Was in Sarajevo den Abschied leicht macht, ist dieser Brunnen. Wer von ihm trinke, heisst es, kehre zurück in die magische Stadt.

Stimmt.