Hundert Schulen für Sindhulpalchok

Diesen Frühling bebte in Nepal immer wieder die Erde. Das stärkste Beben am 25. April erreichte Magnitude 7.8 und war spürbar bis Nordindien, Tibet, China, Pakistan und Bangladesch. Fast 9000 Menschen starben, unzählige Familien verloren ihr Haus und ihr Auskommen. Ich war sechs Wochen in Nepal und koordinierte die Hilfe eines Schweizer Hilfswerks. Gegen hundert provisorische Schulen, in sechs teilweise komplett zerstörten Gemeinden, konnten in dieser Zeit, rechtzeitig vor dem grossen Regen, gebaut, hergerichtet und den Kindern und ihren Lehrerinnen und Lehrern übergeben werden. Damit ist wieder ein Stück normaler Alltag zurückgekehrt. Fast viertausend Familien in abgelegenen Dörfern erhielten ausserdem starkes Wellblech, um ihre schwer beschädigten Häuser decken zu können und sich selber so bis zum definitiven Wiederaufbau nach dem Monsun vor Wind und Wetter zu schützen.

Next Stop Kabul

Wieder mal die Koffer packen. Diesmal für Kabul. Ich wurde von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit eingeladen, die Kommunikation der zivilen Niederlassungen der Bundesrepublik in Afghanistan zu begutachten und Empfehlungen für Optimierungen auszuarbeiten.

Die Situation in Afghanistan ist nicht nur komplex und explosiv, sie verändert sich auch immer wieder, ist ungeheuer dynamisch. Ausländische Hilfsorganisationen müssen dem Rechnung tragen und ihre Programme, die Methoden und Instrumente, die Logistik, aber auch die eigenen Strukturen immer wieder überprüfen und wo notwendig, anpassen. Es liegt ein anspruchsvolles, spannendes und wichtiges Projekt auf dem Pult.